Presse

BZ vom 4. Mai 2018

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… Wer lacht da von der Wand? Es ist der italienische Medienmogul Berlusconi. Und der befindet sich in „guter“ Gesellschaft. Das Portrait von andern mächtigen Männern, das des Unternehmers Jeff Bezos von Amazon oder jenes von Ivan Glasenberg von Glencore zieren eine schwarze Wand in der Klinik Südhang. Die Bieler Künstlerin Pat Noser hat die umstrittenen Kerle speziell für die Ausstellung „Südsicht 18“ direkt auf die Wand gemalt unter der Bedingung, dass die Portraits nach der Schau wieder übermalt werden.

„Ich will denen kein Denkmal setzen“, so die Künstlerin. Sie versteht die Machthaber als Gegenpol zu ihrem Ikonen, in denen sie Menschen in Öl auf Leinwand oder Papier bannt, die sie inspiriert oder beeindruckt haben. Romy Schneider, Lukas Bärfuss oder Elfriede Jelinek sind darunter. Pat Noser präsentiert ihre Werke gemeinsam mit den Kunstschaffenden Urs Stoos, Christina Wendt und Urs Brunner.  …

Helen Lagger, Bern 2018

Kunstbulletin 12 2017

Hinweis von Feli Schindler

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Auf Erinnerungen basieren auch die Gemälde der in Aarau geborenen und in Biel lebenden Pat Noser (*1960, Aarau). Ihre Gemälde referieren auf das kollektive Gedächtnis. Die Künstlerin bedient sich verschiedener Bilder aus den Printmedien, aus dem Internet und aus dem eigenen Archiv. Im Obergeschoss serviert sie schwerere Kost: Abgemagerte afrikanische Kinder hinter Gittern, Berge von Leichen, Kriegspanzer in goldenen Rahmen oder Menschen, die nackt in Reih und Glied auf ihre Vernichtung warten, erinnern an die düsteren Kapitel der Weltgeschichte. Wolken hängen neben Rosen, die offenbar einst einen Toten schmückten. Dazwischen appliziert die Künstlerin dürre Pflanzen oder waffenschwingende Affen auf die Wände. Ein Bilderbogen fataler Ereignisse.

 

AZ 5200 Brugg • Nr. 42 – 19. Oktober 2017

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Alice Henkes im Bieler Tagblatt vom Samstag, 04.03.2017 ICH NICHT ICH

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Anchovies by Pat Noser von Kamala Dawar

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Sardellen 2015 70 x 70 cm Oel auf Leinwand

 

This is a deeply honest portrayal of the female sex and notions of femininity. The canvas is overtaken by a core image of the lap of a faceless naked woman. The rawness of her sexuality is brazenly positioned up front and centre. Yet the presentation of her sex is not brash. The woman’s public area is both constructed and concealed by the palms of her hands holding forth some beautifully rendered small dead fish – with their heads on. The glistening silvery stink of these anchovies sits symmetrically between the flesh at the top of her naked thighs.

There is no ambiguity in this personal yet universal statement of female sexuality and the putrid stench of death. The starkness of the woman’s sensuality is confronting – yet the still beauty of the painting opens up the possibility and proximity of intellectual and visual pleasure. This is fine art in a contemporary critical context – the artist rips the mystique of femininity from the woman, in a self-reflective act of empowerment.

Text von Kamala Dawar in

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Kunstmagazine van Maatschappij Arti et Amicitiae nr 36 | 2017 jaargang 20

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Baden badener Tagblatt

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Tagesanzeiger, Donnerstag, 28. Juli 2O11

11 Alice Henkes Reise in die Verbotene Zone

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